Holzfachschule als Bildungs- und InformationszentrumDie Holzfachschule Bad Wildungen bietet der Holzwirtschaft kompetente Aus- und WeiterbildungAus- und Weiterbildung wird in allen betrieblichen Ebenen einen immer höheren Stellenwert bekommen. Die Internationalisierung der Märkte und die in immer kürzeren Zeitabständen rasant fortschreitende Technik verlangen von allen Mitarbeitern jeder Funktionsebene eine solide Grundausbildung sowie eine umfassende Weiterbildung. Das liegt im Interesse der Unternehmer, aber auch vor allem im eigenen Interesse der Mitarbeiter, die mit diesen Maßnahmen letztlich ihren Arbeitsplatz sichern. Das Ausschöpfen aller technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten wird für jedes Unternehmen überlebensnotwendig. Investitionen in "Humankapital", wie es Bildungsmaßnahmen darstellen, führen zur Motivation der Mitarbeiter und damit zu besserer Nutzung vorhandener Techniken, zu höherer Qualität und damit zur Steigerung des Gewinns. Die Holzfachschule Bad Wildungen bietet in diesem Sinne für die Holzwirtschaft ein sehr umfassendes Bildungsangebot. GeschichtlichesAls zentrale Berufsschule für Sägewerker wurde die Holzfachschule Bad Wildungen am 10. April 1953 eingeweiht. Sie war die Nachfolgerin der "Berufserziehungsstätte Sägewerke e.V. Berleburg", die im August 1942 noch während des Krieges eröffnet worden war. In Bad Wildungen wurden neben vier Unterrichtsgebäuden mit angeschlossenem Internat, ein Lehrsägewerk sowie der Verwaltungsbau mit Küche und Speisesaal errichtet. Ursprünglich wurden Lehrgänge für Gatterführer und Sägenschärfer abgehalten, aber auch für Beschäftigte in Betriebsbereichen Rundholz, Schnittholz und Holztrocknung. Heute präsentiert sich die moderne Holzfachschule als Bildungs- und Informationszentrum der gesamten Holzwirtschaft mit einem der umfangreichsten Aus- und Weiterbildungsangebote für Handwerk und Industrie in Deutschland. Qualitätsmanagement / Netzwerke[azwv] Die Holzfachschule ist als privatwirtschaftliche Bildungseinrichtung in besonderer Weise der Qualitätsentwicklung ihrer Leistungen verpflichtet. Die wesentlichen Prozesse und Verfahren werden durch Maßnahmen des Qualitätsmanagements unterstützt und gesteuert. Neben der im QM- System festgeschriebenen Erhebung der Kundenzufriedenheit steht die kontinuierliche Weiterentwicklung der Bildungsangebote im Mittelpunkt der QM- Bemühungen. In diesem Zusammenhang ist die Holzfachschule Mitglied im Verbund Weiterbildung Hessen und bietet als zertifizierte Einrichtung nach AZWV, zugelassene Bildungsmaßnahmenfür die Agentur für Arbeit an. Gebäude und EinrichtungenRund 15 Einzelgebäude sind auf dem etwa 45000 m² großen Areal verteilt, das mit viel Grün aufgelockert ist und erhebliche Erweiterungsreserven der Schule beinhaltet. Insgesamt stehen 20 Lehrsäle, Computerräume, Zeichensäle und eine Aula für Gemeinschaftsveranstaltungen und als großer Tagungsraum für rund 200 Personen zur Verfügung. Das Lehrsägewerk mit Trockenkammer bildet den Kern für die Ausbildung in der Holzbearbeitung. Der Tischlereibereich mit insgesamt vier unabhängigen Maschinenräumen für den Parallelbetrieb einschließlich CNC-Bearbeitung umfaßt drei separate Bankräume sowie eine Lackiererei für die Aus- und Weiterbildung in der Holzverarbeitung. Die Bundesfachschule für den Modellbau innerhalb der Holzfachschule umfaßt zwei komplette Maschinenräume inklusive aufwendiger CNC/CAD-Ausrüstung und angeschlossenem Bankraum. Zwischen dem Computerraum und allen CNC-Maschinen stehen On-line-Verbindungen zur praktischen CNC-Umsetzung der Übungen vom Computer auf die Bearbeitungsmaschinen. Internat und VollverpflegungFür das leibliche Wohl ist gesorgt, denn die Schule verfügt über eine Mensa mit lobenswert guter und preiswerter Küche, außerdem über eine rustikal eingerichtete gemütliche Kantine, die abends geöffnet ist und eigenverantwortlich bewirtschaftet wird. Bildung und InformationDie Holzfachschule dient seit Beginn ihres Bestehens als Ersatzberufsschule für Auszubildende und Lehrlinge mit dem Ausbildungsziel Holzbearbeitungsmechaniker der Bereiche Sägeindustrie, Holzleimbau, Hobel- und Leistenwerke. Die Bildungseinrichtung ist staatlich anerkannte "Zentrale Berufsschule" für die Holzbearbeitung der Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein. Überbetriebliche Ausbildungen werden für die Lehrberufe Tischler, Modellbauer und Holzkaufleute angeboten. Hinzu kommt ein Sonderkurs für die Anschauungsmodellbauer (ASMB). Weiterbildungslehrgänge für Facharbeiter vervollständigen das Ausbildungsangebot. Dazu gehören Kurse für Gatterführer, Sägen- und Werkzeugschärfer, Mitarbeiter in der Holztrocknung sowie Fachkurse für Laubschnittholz, Nadelschnittholz, freihändig Zeichnen, Treppenbau und viele andere Fachkurse mehr. Verbands- und FirmentagungenVerbandstagungen auf Bundes- und Landesebene werden in den Räumen der Schule abgehalten. Lehrer-Träger-FinanzenDie 18 hauptamtlichen Lehrkräfte der Holzfachschule werden durch nebenamtliche Lehrer der örtlichen Berufsschule ergänzt. Für Seminar und Sonderlehrgänge sowie besondere Fachgebiete in der Meisterausbildung werden Referenten aus der Betriebsberatung und der Führungsebene der Holzwirtschaft und deren Zulieferbetriebe herangezogen. BerufsaussichtenUnter Fachkräften, wie z.B. Tischlergesellen oder Meistern hat derjenige die besten Chancen auf einen guten Arbeitsplatz und mehr Einkommen, der mehr weiß. Besonders in der mittelständischen Holzwirtschaft besteht ein hoher Bedarf an qualifizierten Fach- und Führungskräften. Die Vorteile der Weiterbildung sind die Sicherung des Arbeitsplatzes, der berufliche und soziale Aufstieg und ein höheres Einkommen. Wer mehr weiß, wird geschätzt und anerkannt. Ein hohes Selbstbewußtsein führt zum beruflichen und privaten Erfolg. Die Fachschule bietet durchgängig über alle Fachbereiche hinweg eine praxisnahe Ausbildung, die in der Holzwirtschaft voll anerkannt wird. AusblickDie Holzfachschule Bad Wildungen bietet mit ihrer modernen Ausstattung, dem umfangreichen praxisorientierten Aus- und Weiterbildungsprogramm und ihrem bewährten Team von Lehrkräften und Fachspezialisten beste Voraussetzungen für die gesamte Holzwirtschaft. Durch engen Praxisbezug über die Trägerschaft des eingetragenen Vereins einschließlich der Mitglieder der Holzwirtschaft und der Zulieferindustrie ist auf Dauer gewährleistet, daß nicht an der Praxis vorbei ausgebildet wird. Die Schule will als kompetentes Bildungs-, Informations- und Kommunikationszentrum für die Holzwirtschaft auftreten und ihre Leistungsfähigkeit durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit verstärkt nach außen tragen. |